
Die Sammlung Leo Schönecker
Ein Filmprogramm mit Filmen aus dem Archiv Schönecker
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Julia Schönecker-Roth
Joachim Steinigeweg
Kontakt
Joachim Steinigeweg
Alteburger Str. 113
50678 Köln
Veranstaltungsorte
Filmforum im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
www.filmforumnrw.deTraumathek
Engelbertstraße 45
50674 Köln
www.traumathek.deEintritt
7,00 € / 6,00 € ermäßigt
Karten an der Kinokasse
Vorwort
Leo Schönecker war ein Kölner Filmjournalist, Filmreferent und Sammler. Unvergessen sind seine Kritiken in der Zeitschrift „Filmdienst“ und seine Tätigkeit im Arbeitskreis Film an der Universität Köln. Schon in den Fünfziger Jahren gründete er das „Referat für Filmgeschichte“.
Außerdem sammelte er Filme, die meisten im Format 16 mm, etliche im Format 35 mm. Als er 2013 starb, hinterließ er eine Sammlung von 1.200 Filmen. Hauptschwerpunkt seiner Sammlung war das europäische Kino, wichtig war ihm jedoch auch die Filmproduktion Hollywoods und der unabhängigen Filmemacher der USA.
So mancher Programmmacher in Köln, der Filme entleihen wollte, erinnert sich, wie Leo Schönecker seine Kopien aus dem Lager holte und dabei seinem exklusiven Geheimwissen folgte. Nur er wusste, welche Kopien wo standen. Und immer bekam der Entleiher eine Reihe Tipps mit Titeln, die zum entliehenen Film passten und „die man auch mal zeigen könnte“.
Leo Schönecker hat also den Kölner Filmenthusiasten einen Schatz hinterlassen, der es lohnt, ihn wieder auf die Leinwand zu bringen. Zunächst musste die Familie Schönecker das Archiv erschließen und inventarisieren. Eine Webseite wurde erstellt, die die vorhandenen Filme listete.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Köln wurden anschließend Filmprogramme erstellt, die zumindest einige der Filme umfassen. Da das Material ausschließlich analog vorliegt, ist die Reihe „Die Sammlung Leo Schönecker“ eine der wenigen, die noch Analogmaterial nutzen. Analogmaterial mit allen Vor- und Nachteilen: Durch häufige Nutzung ist den Filmen ihre Aufführungsgeschichte eingeschrieben. Aber es sind auch die Materialqualitäten zu erleben, die viele Cineasten analoge Aufführungen als lebendiger und wärmer empfinden lassen. So ist die Reihe mit Filmen aus dem Archiv Schönecker eine der selten gewordenen Möglichkeiten für Zuschauer*innen, sich selbst ihren Eindruck von analoger Filmkunst zu bilden.
Leo Schöneckers Tochter Julia Schönecker-Roth und Filmreferent Joachim Steinigeweg haben für 2025 wieder ein Programm zusammengestellt, das – so wünschen wir es uns – Ihr Interesse findet und Ihnen ermöglicht, Schätze des Kinos der Vergangenheit noch einmal neu zu sehen.
Programm
▾ ▸ Donnerstag, 08. Mai 2025, 20.00 Uhr, Traumathek: Orson Welles, „Der Prozeß“„Der Prozeß“
Frankreich/Deutschland/Italien 1962, Regie: Orson Welles, 118 Min., 16 mm, deutsche Fassung
Josef K. wird eines Morgens aus dem Schlaf gerissen und ohne Angabe von Gründen unter Arrest gestellt. Er soll sich einem Gerichtsverfahren unterziehen. Da er sich aber keiner Schuld bewusst ist, begegnet K. der Anklage zunächst noch gelassen. Bei dem Versuch, seine Unschuld zu erklären, verfängt er sich immer mehr in den undurchsichtigen Fäden der Gerichtsbarkeit und findet sich in einer Welt wieder, die nach anderen Regeln zu funktionieren scheint. Mit der Verfilmung von Franz Kafkas Roman erzählt Orson Welles eine albtraumhafte Geschichte ohne Anfang und erst recht ohne Ausweg. Ohne logischen Ablauf wird die Handlung zu einer befremdenden Stimmung aus Paranoia, Angst und Schuld. Die extreme Kameraführung von steil oben, aus starker Untersicht, großer Nähe oder enormer Distanz spiegelt das willkürliche Machtgefüge, an dem das Individuum K. zerbricht. Er irrt durch eine Architektur mit sonderbaren Ausmaßen, beengt oder gigantisch groß, überfüllt und doch anonym, wie ein Gefängnis, aus dem er sich nicht mehr befreien kann, auch nicht mit Hilfe seines sensationslüsternen Anwalts, gespielt von Orson Welles selbst.
▾ ▸ Samstag, 24. Mai 2025, 20.00 Uhr, Filmforum: Igor Zaritzki, „Game Over“„Game Over“
Deutschland 1996, Regie: Igor Zaritzki, 85 Min., 16 mm
Der 15-jährige Moritz lebt in einem kleinen Ort am Rande von Ostberlin allein mit seinem Vater, der eine kleine Tankstelle betreibt und oft die Mithilfe seines Sohnes einfordert. Freundin Katja wendet sich von ihm ab und geht mit einem anderen Typen, der ihr mit seinem Moped und großspurigen Sprüchen imponiert. Statt in die Schule zu gehen, verbringt Moritz seine Zeit lieber in einem verfallenen Haus, hört Musik, spielt gewaltbetonte Computerspiele auf seinem Gameboy und schaut alte Familienfotos an – vor allem von seiner Mutter, die vor 10 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein soll. Doch durch Zufall erfährt er, dass sie damals die Familie verlassen hat und nach Hamburg geflohen ist, wo sie mit einem neuen Mann lebt. Unter dem Vorwand einer Klassenreise fährt Moritz zu ihr und konfrontiert sie mit ihrer Vergangenheit und ihren Lügen.
▾ ▸ Samstag, 28. Juni 2025, 20.00 Uhr, Filmforum: John Huston, „Die Totenliste“„Die Totenliste“
USA 1962, Regie: John Huston, 98 Min., 16 mm, deutsche Fassung
Eine Reihe mysteriöser Todesfälle beschäftigt den adligen Schriftsteller Sir Adrian Messenger. Auch sein Name steht auf einer ihm zufällig in die Hände gefallenen Liste der Opfer, die scheinbar in keinem Zusammenhang miteinander stehen. Er bittet seinen Freund, den ehemaligen Geheimdienstagenten Anthony Gethryn um Mithilfe; doch zu spät, denn wenig später stirbt Messenger bei einem Flugzeugabsturz. Gethryn findet heraus, dass alle Männer gemeinsam im Burmakrieg gedient haben und macht sich auf die Suche nach einem Mörder, der nicht nur die Mordanschläge gezielt und raffiniert ausübt, sondern sich mit ständig wechselnden Verkleidungen und Maskeraden geschickt zu tarnen weiß. Kirk Douglas, Tony Curtis, Burt Lancaster, Frank Sinatra, Robert Mitchum begeistern und verwirren bei der spannungsgeladenen Suche nach dem Mörder, die eindringlich untermalt ist von den großartigen Saxophon-Kompositionen des damals jungen Talents Jerry Goldsmith.
▾ ▸ Donnerstag, 21. August 2025, 20.00 Uhr, Traumathek: Andrzej Wajda, „Alles zu verkaufen“„Alles zu verkaufen“
Polen 1969, Regie: Andrzej Wajda, 94 Min., 16 mm, deutsche Fassung
Ein Mann versucht, im letzten Moment auf einen abfahrenden Zug zu springen, und verunglückt. Schnitt: Die Szene ist ein Filmset, bei dem der Regisseur den abwesenden Schauspieler gedoubelt hat. Vergeblich wartet das Team auf dessen Erscheinen, begibt sich auf die Suche und muss aus dem Radio von seinem Unfalltod erfahren. Die Nachricht stürzt den Regisseur Andrzej in eine Krise. Wie soll er nun den Film zu Ende bringen? „Alles zu verkaufen“ ist einer der persönlichsten Filme Wajdas. Er drehte ihn 1968 als Hommage an den im Jahr zuvor unter ähnlichen Umständen verunglückten Schauspieler und Freund Zbigniew Cybulski, das Jugend-Idol des polnischen Kinos, mit dem er seit 1954 drei Filme gemacht hatte. Die vielschichtige Erzählung ist nicht nur eine Selbstreflexion und Standortbestimmung Wajdas, sondern sie befasst sich auf mehreren Ebenen mit den komplizierten Fragen über Wesen und Bedeutung des menschlichen Glücks.
▾ ▸ Samstag, 13. September 2025, 20.00 Uhr, Filmforum: Andrzej Wajda, „Der Mann aus Eisen“„Der Mann aus Eisen“
Polen 1981, Regie: Andrzej Wajda, 153 Min., 16 mm, deutsche Fassung
Im Auftrag der Parteiführung soll der Rundfunkberichterstatter Winkel eine Reportage über den Werftarbeiter-Streik in Danzig machen. Insbesondere der Streikführer Maciek Tomczyk, Sohn eines Propagandahelden der stalinistischen Ära, steht im Visier. Doch die Recherchen im Umfeld der Gewerkschaft Solidarność lassen Winkel an seiner eigenen unkritischen Haltung gegenüber der Regierung zweifeln. Als er die Gründe für den Streik erfährt, stellt er sich sogar auf die Seite der Werftarbeiter. Andrej Wajda vermischt in seinem Politdrama geschickt dokumentarische Originalszenen aus der Gründungszeit der Gewerkschaft Solidarność im August 1980 mit Spielfilmszenen und schafft damit einen unglaublichen Eindruck von Authentizität. Auch Arbeiterführer Lech Walesa erscheint in einer kleinen Nebenrolle. Fünf Jahre nach seinem „Mann aus Marmor“ setzte Regisseur Andrej Wajda mit diesem Film seine Kritik an den politischen Verhältnissen in Polen fort und erhielt für den Film die Goldene Palme in Cannes.
▾ ▸ Samstag, 11. Oktober 2025, 20.00 Uhr, Filmforum: Buster Keaton und Clyde Bruckman, „Der General“„Der General“
USA 1927, Regie: Buster Keaton und Clyde Bruckman, 78 Min., 16 mm, stumm mit deutschen Titeln
Lokomotivführer Johnnie Gray wird von seiner Braut Annabelle zurückgewiesen, weil sie glaubt, er habe sich aus Feigheit nicht als Soldat im amerikanischen Bürgerkrieg gemeldet. Doch der Mechaniker gilt wegen seines Berufs als unabkömmlich. Als seine geliebte Lokomotive „General“ von nordstaatlichen Spionen entführt wird, nimmt er allein die Verfolgung auf, erst zu Fuß, dann mit einer Draisine, schließlich mit einer weiteren Lokomotive. Er überwindet dabei nicht nur alle Hindernisse, die ihm die Spione in den Weg legen, sondern befreit auch seine Angebetete, die die Feinde zufällig in ihre Gewalt gebracht haben. Dabei belauscht er die Angriffspläne des feindlichen Lagers und leistet den entscheidenden Beitrag zum Sieg der Südstaatler. Johnnie wird zum Kriegshelden, der nicht nur die begehrte Uniform, sondern auch seine Braut bekommt. Der Film, bei dem Buster Keaton alle halsbrecherischen Stunts selbst ausführte, zählt mit dem hohem technischen Aufwand und den unzähligen Statisten zu den teuersten Produktionen der Stummfilmzeit.
Die Vorführung wird vom Stummfilmpianisten Wilfried Kaets begleitet.
▾ ▸ Donnerstag, 16. Oktober 2025, 20.00 Uhr, Traumathek: Jean-Luc Godard, „Die Verachtung“„Die Verachtung“
Frankreich/Italien 1963, Regie: Jean-Luc Godard, 103 Min., 16 mm, deutsche Fassung
Der erfolglose Schriftsteller Paul Laval (Michel Piccoli) erhält das lukrative Angebot, das Drehbuch eines laufenden Filmprojekts dramaturgisch zu überarbeiten. Der überhebliche amerikanische Produzent Jeremy Prokosch ist mit der Arbeit des Regisseurs Fritz Lang (gespielt von Fritz Lang selbst) nicht zufrieden. Mit seinem selbstherrlichen Gehabe macht Prokosch dann auch noch der bildhübschen Gemahlin Lavals Avancen. Camille (Brigitte Bardot) fühlt sich von ihrem Mann im Stich gelassen, und es entwickelt sich ein zerstörerisches Machtspiel um Liebe und Eifersucht, an dem die Beziehung zerbrechen muss. Basierend auf dem gleichnamigen Roman Alberto Moravias war „Die Verachtung“ eine der wenigen Auftragsarbeiten in Godards Werk. Vor dem Hintergrund des Ehedramas schuf er einen Film über das Filmemachen und den Konflikt zwischen künstlerischer Freiheit und Kommerz. Überwältigend sind die Außenaufnahmen rund um die berühmte Villa des Schriftstellers Curzio Malaparte auf Capri.
▾ ▸ Donnerstag, 23. Oktober 2025, 20.00 Uhr, Traumathek: Alexander Mackendrick, „Ladykillers“„Ladykillers“
Großbritannien 1955, Regie: Alexander Mackendrick, 91 Min., DVD, deutsche Fassung
Professor Marcus mietet sich im Haus der gutgläubigen alten Dame Mrs. Wilberforce ein. Er gibt vor, mit seinen Freunden zu musizieren, doch in Wirklichkeit plant das ungleiche Quintett den Überfall auf einen Geldtransport am nahegelegenen Londoner Bahnhof King’s Cross. Der Coup gelingt dank Mithilfe der ahnungslosen Lady, die den Koffer mit der Beute an der Gepäckaufbewahrung abholen soll. Trotz des großen Polizeiaufgebots bringt sie das Gepäckstück unbehelligt nach Hause. Bei der örtlichen Polizei ist die ehrliche alte Dame keine Unbekannte, da sie gerne verdächtiges Verhalten meldet. Und das hat sie auch vor, als sie der unbeholfenen Verbrecherbande zufällig auf die Schliche kommt. Damit scheint ihr Schicksal besiegelt. „Ladykillers“ ist ein Meisterwerk des britischen Humors, den die hervorragenden Schauspieler, allen voran Alec Guiness und Katie Johnson, in unterschiedlichen Facetten auf die Leinwand bringen.
▾ ▸ Samstag, 01. November 2025, 20.00 Uhr, Filmforum: Bruno Bozzetto, „Allegro non troppo“„Allegro non troppo“
Italien 1976, Regie: Bruno Bozzetto, 85 Min., 16 mm, deutsche Fassung
Ein Filmemacher hat die Idee, einen Animationsfilm zu klassischer Musik zu drehen - als Antwort auf Walt Disneys „Fantasia“. Den Rahmen bildet die Bühne eines vormals stattlichen Konzerthauses, das ähnlich in die Jahre gekommen ist wie das illustre Damenorchester. Dessen herrischer Dirigent weist einen zuvor gefangen gehaltenen Zeichner an, Musikstücke berühmter Komponisten mit fantasievollen Geschichten zu illustrieren. Zu den Klängen der „Prélude à l’après-midi d’un faune“ von Claude Débussy bemüht sich ein alter lüsterner Faun um junge Damen. Die Episode mit Anton Dvořáks „Slavonic Dance“ beschreibt einen Höhlenmenschen, der aus der Reihe tanzen möchte. Zu Ravels „Bolero“ verwandeln sich Tropfen aus einer Colaflasche in bizarre Wesen. „Valse Triste“ von Jean Sibelius spielt zum Streifzug einer Katze durch ein zerstörtes Haus und weckt Erinnerungen an glückliche Familienzeiten. Das Picknick einer Biene zur Musik von Antonio Vivaldi wird immer wieder von einem Liebespaar gestört. Zwischen den witzigen und skurrilen Animationsstücken geraten Zeichner und Dirigent ständig aneinander, sodass sich das Geschehen verselbstständigt und der Filmemacher Mühe hat, sein Werk zu beenden.
▾ ▸ Samstag, 15. November 2025, 20.00 Uhr, Filmforum: Margarethe von Trotta, „Rosa Luxemburg“„Rosa Luxemburg“
Tschechoslowakei/BRD 1986, Regie: Margarethe von Trotta, 123 Min.,
16 mm
Regisseurin Margarethe von Trotta erzählt die bewegte Lebensgeschichte der polnisch-jüdischen Volkswirtin und Sozialdemokratin Rosa Luxemburg, die 1870 geboren und 1919 in Berlin von rechten Freicorps-Offizieren ermordet wurde. Zusammen mit Gleichgesinnten wie dem polnischen Revolutionär Leo Jogiches und dem Sozialisten Karl Liebknecht kämpft sie in Zeitungsartikeln und Reden für ein Europa des Friedens, der Freiheit und der Gleichberechtigung. Gefängnisaufenthalte und Prozesse können ihre Aktivitäten nicht stoppen. Als die internationalen Spannungen vor dem Ersten Weltkrieg steigen, verurteilt sie Krieg und Militarismus und trifft damit nicht nur bei den Staatsorganen auf Widerstand, sondern auch in den eigenen Reihen. Neben den historischen Fakten zeigt von Trotta einfühlsam die private Seite der Hauptfigur in ihren Konflikten, Träumen und Gefühlen, denn eigentlich will Rosa ein glückliches Leben. Barbara Sukowa erhielt 1986 für ihre leidenschaftliche Schauspielleistung das Filmband in Gold und die Goldene Palme in Cannes als Beste Darstellerin.
▾ ▸ Samstag, 13. Dezember 2025, 20.00 Uhr, Filmforum: Frank Capra, „Arsen und Spitzenhäubchen“„Arsen und Spitzenhäubchen“
USA 1944, Regie: Frank Capra, 113 Min., 16 mm, deutsche Fassung
Vor Abreise in die Flitterwochen besucht der frischvermählte Schriftsteller Mortimer Brewster noch einmal das Haus seiner liebenswürdigen Tanten Abby und Martha. Doch die kleinbürgerliche Behaglichkeit täuscht, denn der zufällige Blick in die Fenstertruhe des Wohnzimmers fördert den Leichnam eines Mannes zu Tage. Zu Mortimers Entsetzen muss er erfahren, dass die beiden alten Damen den armen Mr. Hoskins selbst ins Jenseits befördert haben mit der ganz speziellen Mischung ihres Holunderbeerweins mit Arsen, Strychnin und einer kleinen Prise Zyankali. Und dem nicht genug: Im Keller des Hauses befinden sich noch elf weitere Leichen älterer Herren, deren mühsames Dasein in Einsamkeit die netten Tanten mit gutmütiger Absicht beendet haben. Plötzlich taucht Mortimers verrücktgefährlicher Bruder Jonathan mit seinem Freund Dr. Einstein auf, um ebenfalls eine Leiche verschwinden zu lassen. Frank Capras pechschwarze Kriminalgroteske hat auch ein Dreivierteljahrhundert nach ihrer Entstehung nichts an Rasanz, Witz und Skurrilität eingebüßt.
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